Karl der Kühne - Die Burgundische Pracht
Karl der Kühne (1433–1477), der Herzog, der König werden wollte, war ein ehrgeiziger Mann an einem Wendepunkt in der europäischen Geschichte.
In seinen kühnsten Träumen erstreckte sich sein burgundisches Reich von Brügge bis Dijon. Er hetzte vom einen Krieg zum nächsten, aber er erlag schon früh seinen Ambitionen auf dem Schlachtfeld von Nancy.
Während seines kurzen Lebens wurde Karl der Kühne einer der reichsten Fürsten Europas, Symbol der Pracht und des Prunks von Burgund, der eine höfisch verfeinerte Kultur zur Schau stellte Zum ersten Mal steht diese bedeutende Persönlichkeit in einer Ausstellung im Licht der Scheinwerfer. Mit Hilfe eigener Gemälde der flämischen spätmittelalterlichen Meister sowie zahlreicher außergewöhnlicher Leihgaben bringt das Brügger Groeningemuseum die Pracht und den Prunk von damals wieder zum Glänzen. Die Ausstellungsstücke stammen aus den bedeutendsten Museumskollektionen der Welt, darunter Gemälde, Rüstungen, Wandteppiche, Manuskripte und Goldschmiedearbeiten. Darüber hinaus verlässt die berühmte Burgunder Beute, der äußerst wertvolle Kunstschatz, den Karl der Kühne kurz vor seinem Tod an die Schweizer verlor, zum ersten Mal seit mehr als 500 Jahren die Schweiz.
Das Groeningemuseum ist die ideale Kulisse für diese anspruchsvolle Ausstellung. Zum einen stammten die flämischen Maler des ausgehenden Mittelalters aus dieser Gegend, zum anderen sind in der Liebfrauenkirche auch die Gräber von Karl dem Kühnen und seiner Tochter Maria von Burgund zu bewundern…
Der Ausstellung haben ihre Hohe Schirmherrschaft verliehen: Ihre Majestäten König Albert II und Königin Paola von Belgien, Seine Excellenz der Bundespräsident der Schweizerischen Eidgenossenschaft und Seine Kaiserliche und Königliche Hochheit Erzhertog Karl von Österreich.
Das Projekt entstand in Kooperation mit dem Historisches Museum Bern.





